Kritiken


Schon in den ersten beiden Stunden erklangen wunderbare aber ungewohnte Melodien in der ENS. In der Aula spielte sich das Ensemble "Märchen-Musik-Malerei" warm, das ab 10 Uhr für eine Stunde nicht nur Musik aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg spielen sollten, sondern "begleitet" wurde von der Erzählerin Ortrud Kuteifan, die nach Bildern der Künstlerin Katarzyna Studzinska-Sabbagh die Geschichte von Peer Gynt erzählte und Solveighs Lied sangesstark vortrug.

 

Und so lauschten alle Kinder der Querflöte (Dace Helbig), dem Cello (Nariman Akbarov), der Violine (Daniel Thieme) und dem Piano, das von Ensmebleleiterin Natalie Morrison gespielt wurde. So wurde beim Stück "In der Halle des Bergkönigs" fasziniert mitgefiebert und bei "Anitras Tanz" begeistert mitgeklatscht.

 

 Vielen Dank für den Musikgenuss.

 

 



Große Töne für die Kleinsten der Fridtjof-Nansen-Schule

 Am Dienstag-Vormittag war die Aula den Jüngsten unserer Schulgemeinschaft vorbehalten.

 Die Vorschule sowie die Klassen 1 und 2 waren eingeladen, ein musikalisches Märchen zu erleben.

 Auf dem Programm stand die Geschichte vom „Schwanensee“, in der es –wie in jeder spannenden Erzählung- um Liebe, Verwechslung, Verwandlung und einen Bösewicht ging.

 

Eine Künstlergruppe unter der Leitung von Natalie Morrison brachte dieses wunderbare Märchenkonzert auf die Bühne. Die vier Musiker des Ensembles (Flügel- Natalie Morrison, Violine-Daniel Thieme, Querflöte- Dace Helbig, Cello - Nariman Akbarov) spielten die Musik des russischen Komponisten Peter Tschaikowsky höchst professionell und mit viel Herzblut. Ortrud Kuteifan, die stimmstarke Erzählerin, nahm die Kinder mit auf eine Reise in die fantastische Märchenwelt des Schwanensees. Sie verstand es auf sehr gekonnte Art und Weise und durch starke stimmliche Präsenz den verschiedenen Märchenfiguren Atem einzuhauchen, so dass die Kinder hingerissen zuhörten und mitfieberten.

 Mit Hilfe eines Beamers wurden zudem farbige Illustrationen – die eigens für diese Märchenaufführung gestaltet wurden- auf die Leinwand projiziert.

 Die Schüler und SchülerInnen hörten fasziniert zu und viele träumten sich versonnen in die Märchenwelt hinein. Wenn das eine oder andere Kind bei den wunderschönen, aber auch anspruchsvollen Musikstücken, kurzfristig abgelenkt schien, gab die Sprecherin unmerklich Bewegungsanregungen, die viele gern mitmachten.

 

Am Ende waren alle heilfroh, dass der Bösewicht „Rotbart“ besiegt war und die als Schwan verzauberte Prinzessin wieder ihre menschliche Gestalt annehmen durfte. Der schöne Prinz heiratete seine geliebte Prinzessin und alles war gut.

 Gedankt sei einem großartigen Ensemble, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, schon die Kleinsten an große Meisterwerke heran zu führen.

 

Viele Kinder waren an diesem Tag das erste Mal in einem Konzert. Sie erlebten jenseits ihrer oftmals anstrengenden Schulvormittage und abseits der schnellen Bilder des alltäglichen Medienkonsums eine wohltuende Mußestunde der Kunst.

 

(Gabriele Sauer)

 


Zeitungsartikel